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Ein neuer Job etc.

Ich habe Anfang Mai eine Ausbildung angefangen.

Ich habe lange dafür gebraucht meinen Sachbearbeiter beim Arbeitsamt davon zu überzeugen, dass ich wirklich ideales Material für eine Umschulung/Ausbildung bin. Aber am Ende hat er mir zugestimmt und mich in eine Maßnahme bei einem Bildungsträger gesteckt, bei dem mir geholfen werden sollte eine Stelle zu finden.

Auch wenn ich mich am Anfang noch ein wenig stur gestellt habe war es doch mein großes Glück, denn die Chefin in der Niederlassung hat mein Potential erkannt und mir direkt ein interessantes Angebot gemacht: Ich sollte doch selber als Mitarbeiter in dieser Firma anfangen und Seminare in Englisch und Deutsch abhalten und ggf. beim erstellen von Bewerbungsunterlagen und Jobsuche helfen. Ich habe Ihr daraufhin geantwortet, dass dies alles super klingt aber ich auch in 2 Jahren nicht wieder ohne Abschluss auf der Straße stehen möchte. Auch wenn die Firma mich vielleicht länger als dieses 2 Jahre beschäftigt hätte, trieb mich doch die Angst um, was wenn ich mit Mitte 40 vielleicht doch wieder arbeitslos werde. Sie versprach mir sie würde mit ihrem Vorgesetzten darüber reden und keine 2 Tage später hatte ich die Zusage ich könne eine kaufmännische Ausbildung in dem Unternehmen machen.

Jetzt hat der steinige Weg bis zum Vertragsabschluss erst begonnen. Wir mussten bei der Agentur für Arbeit ein Antrag auf Überprüfung meiner Fähigkeiten bzgl. einer Ausbildung stellen und diese Überprüfung durchführen lassen. Ebenfalls war es notwendig die IHK zu informieren und zu überzeugen.

Das psychologische Gutachten für die Agentur und eine damit verbunden Überprüfung meiner mathematischen uns sprachlichen Fähigkeiten bestand ich mit wehenden Fahnen. Also stand von Seiten des Arbeitsamts kein Hindernis im Weg.

Das erste Treffen der IHK zeigte uns jedoch einige Probleme auf. Wo wollte ich ggf. zur Berufsschule gehen. Wo ist mein Ausbildungsstandort und wer sollte mich eigentlich ausbilden, denn es wird ein ADA Schein von den zugehörigen Personen verlangt. Außerdem brauchten wir noch die Gewerbeanmeldungen und Handelsregisterauszüge aller Standorte an denen ich zukünftig meine Ausbildung durchführen würde. „Jippie, ich brauche keine Berufsschule machen!“

Mein Vertrag war im März fertig und alle Papiere für IHK und Arbeitsamt beschafft. Aber verdammt der Teamleiter im Arbeitsamt verlangte jetzt von mir doch den Berufsschulbesuch, damit eine Förderung durch die Agentur statt finden kann.

Am 1. Mai war es jetzt so weit. Ich arbeite wieder und mache eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement.

All das bedeutete für mich auch, dass ich wieder zur Schule gehen muss (Berufsschule). Jetzt sind die erste sechs Wochen in der Berufsschule vorbei und ich habe immer noch gespaltene Gefühle. Einerseits ist es ganz gut, dass ich Fächer wie Marketing, Personalwesen und Finanzbuchhaltung habe. Aber es gibt auch Fächer, denen ich nur wenig positives abgewinnen kann. Zum einen wäre da kath. Religion, ich bin evangelisch, dann haben wir Sozialkunde (sorry 3 Jahre Geschichte Leistungskurs und mein persönliches Interesse an Geschichte und Politik machen mich überqualifiziert) und zuletzt haben wir noch Deutsch bei einem Lehrer, der Akkusativobjekte nicht von Relativsätzen unterscheiden kann. Aber was soll es, da muss ich durch und die Mitschüler sind ok.

 

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